Jetzt wird’s absurd: Die Süddeutsche berichtet über Karl-Heinz Toni, der an einem Businessplan-Wettbewerb der Oxford Uni statt nur des Preisgeldes von £ 5′000 gleich einen Blankoscheck über $ 100 Mio erhalten hat. Seine Idee? Auf der Websites www.design-the-time.com kann jeder seine ganz speziellen Erlebnisse in einem Kalender hinterlegen. So weit so schön… Ein Dollar soll aber dieser Eintrag kosten. Er und sein Partner seien schon auf über 5′000 Erlebnisse gekommen, „wie viele wird dann erst die ganze Internet-Gemeinde zusammenbringen?“ (Zitat Karl-Heinzchen).
Jetzt mal ehrlich, wer bezahlt dafür, einen höchstpersönlichen Eintrag auf einer Website zu platzieren? Wahrscheinlich steht im Businessplan, dass es auf der Welt 6.5 Milliarden Menschen gibt. Und wenn dann schon nur 1 Promille davon 10 Einträge macht, gibt das $ 65 Mio Umsatz. Genial, hmm, warum sind wir da nicht drauf gekommen? Und dann gibt’s sicher noch eine schöne Community, um den Hype noch etwas anzukurbeln.
BTW: Mehr als die Startseite hat Karl-Heinzchen übrigens noch nicht… Warum auch, im Web 2.0 zählt ja nur das Hirngespinst, sonst nichts.
Donnerstag, 22. Februar, 2007 um 1:14
Ich finde die Idee hervorragend – dafür wurde sie auch ausgezeichnet. Ich werde mir einige Minuten kaufen, um eine Familienchronik – die übrigens für immer erhalten bleibt – online zu stellen.
Wieviele Kinder wissen heute noch, wie ihre Großeltern, geschweige denn Urgroßeltern hießen? Wieviel wird heute noch über den Hintergrund einer Familie erzählt? Hier können sie nachschauen – und eben auch die ganze Welt.
Super!
Dienstag, 29. Mai, 2007 um 4:07
Hi,
ich find die Idee auch super. Und hab auch schon den ersten Ableger gefunden. Unter http://timashr.com kann man sich umsonst verewigen.
sonnige Grüsse
Dienstag, 29. Mai, 2007 um 5:23
Habe bei Timashr reingeschaut, und da sind die Einträge kostenlos.
Mittwoch, 12. September, 2007 um 6:57
[...] sorgte im Web für zahlreiche Spekulationen über die Einnahmequelle der Website. So wurde auf perfektionist.wordpress.com vermutet, dass man pro Eintrag einen Dollar zahlen müsse… Auf der Website der Kapitalgeber [...]
Freitag, 26. Oktober, 2007 um 12:31
Die Idee ist genial! Respekt an die Jungs.
Die Umsetzung, bei allem Respekt, macht mich richtig sauer. Irgendeine Stimme hat einmal gesagt „Super, jetzt nur nicht die Exekution verkacken“! Und genau das ist meiner Meinung nach passiert. Aus der Idee „Design the time“ ist eine Seite mit dem kindlich navien Namen „Miomi“ geworden. (Hört sich nach Web 2.0 an…) Das Resultat ist eine Web 2.0 Mischung aus Youtube, Digg und Blogger.
Was von der Idee „Design the time“ übrig blieb, ist, dass man die eingestellten Daten nicht in einem Kalender sieht, sondern in einem Zeitstrahl. Toll.