Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Google macht blind.

Freitag, 2. März, 2007

Diesen Artikel will ich euch nicht vorenthalten, alleine schon der Lead hat Kultstatus:

Wer das Internet durchsucht, nutzt Suchmaschinen und sonst nichts. Das ist, als würde man vom Bootsrand aus nach Tiefseefischen Ausschau halten.

Mehr gibt’s bei zeit.de!

Rapper Stress: Weitere Entgleisung

Montag, 26. Februar, 2007

Dass der Rapper Stress lieber durch verbale Attacken und Entgleisungen auffällt und sich dabei sogar unter das SVP-Niveau begibt, ist hinlänglich bekannt. Am Samstag hat er jedoch im Magazin des TagesAnzeigers noch einen drauf gesetzt. Im Interview mit der von mir sehr geschätzten Michèle Roten gab er folgendes zu Protokoll:

Sie waren ja gerade in Berlin, um einen Nike-Turnschuh zu designen – wie wars?
Krass. Ich war nur besoffen. Ich habe an jede Berliner Ecke gekotzt, ich habe mich selber angekotzt, ich habe fast ins Taxi gekotzt, ich habe in die Dusche gekotzt. Ich bin in der Dusche eingeschlafen, aufgewacht – dann habe ich nochmal gekotzt.

Ich gebe sicher der Rapper-Szene nicht die Schuld an der Jugendgewalt in der Schweiz: Aber ich gebe definitiv solchen hirnlosen Idioten wie Stress eine Mitschuld daran, dass Rausch- und Komatrinken bei unseren Jugendlichen völlig normal und absolut cool sind.

Schweizer Firmen im Visier von ausländischen Investoren.

Mittwoch, 21. Februar, 2007

oder: Die Geister, die wir riefen…

Die aktuellen Diskussionen rund den Einstieg der Österreichischen beim Schweizer Technologieunternehmen Ascom veranlassen mich, ein paar Zeilen zum Thema „Der Schweizer Aktionär“ zu verfassen:

Derzeit sind wieder alle am Wehklagen, dass die armen Schweizer Firmen ins Visier von ausländischen Investoren geraten. Landauf landab wird diskutiert, wie feindliche Übernahmen durch diese bösen Raider verhindert werden können. Dabei sind die Probleme völlig hausgemacht. Wer verkauft denn schlussendlich eine Firma einem Investoren? Der Eigentümer, also derjenige, dem die Firma gehört, sprich der Aktionär. Wie kann es nun dazu kommen, dass Firmenübernahmen scheinbar so mühelos gelingen? Das Problem liegt einzig und allein bei der Mentalität der Schweizer Aktionäre: Kaum jemand in meinem Bekanntenkreis spekuliert nicht mindestens ein wenig mit Aktien. Das einzige Ziel ist selbstverständlich die Maximierung des eigenen Profits. Diesem Gambling zugrunde liegt aber schlussendlich ein reeller Anteil an einem reellen Unternehmen. Leider sind sich alle diese Spekulanten ihrer Veranwortung als Mitinhaber einer Unternehmung nicht bewusst. Man hat ja auch nur einen minimalen Anteil, kann/will nicht Einfluss nehmen, geht deshalb nicht an die GV etc.

Daraus resultiert, dass die Firmen primär von institutionellen Investoren kontrolliert werden, also z.B. Pensionskassen und Fonds. Doch auch deren Interesse ist lediglich finanzieller Natur, da es auch hier nur um die Vermehrung der angelegten Gelder geht. Selbstverständlich wird er unter Umständen versuchen, die Strategie zu beeinflussen, um den Aktienkurs noch weiter steigen zu lassen. Und was macht ein guter Investor, wenn ihm ein Angebot vorliegt, das die zu erwartenden Gewinne plus Dividenden übersteigt? Bingo, er verkauft natürlich.

Fazit: Die grossen Schweizer Firmen (ausländische natürlich ebenso) sind heute nicht mehr in der Hand von Unternehmern, sondern von institutionellen und privaten Spekulanten, für die das Unternehmen nur das Vehikel für ihre Geldvermehrung ist. Versteht mich recht, ich verurteile das überhaupt nicht, schlussendlich ist das nur ein Ausnützen eines Systems und im Prinzip ist jeder selber schuld, der nicht selber persönliche Vorteile daraus zieht. Aber es soll bitte niemand klagen, wenn im grossen Stil Firmenanteile die Hand wechseln und neue Strategien implementiert werden, welche ausschliesslich der Optimierung des Aktienkurses dienen.

(Damit dieser Post nicht in ein Pamphlet ausartet, verzichte ich hier auf allfällige Ansätze zur Verbesserung des Systems.)

David gegen Goliath: Can Google hear me?

Dienstag, 20. Februar, 2007

Aaron Stanton hat offenbar eine gute Idee, die er unbedingt Google präsentieren will. Leider hat bislang niemand von innerhalb des Googleplex’ auf seine Mails reagiert, weshalb er nun einen ungewöhnlichen Weg beschreitet:

Unter cangooglehearme.com bloggt Aaron nun über seine Versuche, einen Termin bei Google zu erhalten. Aktuell ist es ihm erst gelungen, ein Konzept einzureichen, welches dann irgendwann bei Google angeschaut wird. Der Perfektionist wünscht viel Glück!

Fast spannender sind jedoch die Diskussionen im Forum, wie man es schafft, an die richtigen Kontakte innerhalb solcher Konzerne zu kommen. Der Perfektionist weiss aus eigener Erfahrung, dass Firmen zwar immer brav eine info-Adresse oder ein Kontaktformular online stellen – die Chance, dort jedoch ein Feedback zu erhalten (geschweige denn die richtige Person zu erreichen) sind relativ klein. Die meisten Firmen bringen es nicht einmal fertig, eine kurze Absage zu schreiben… Was also soll man tun? Klar, ein gutes Netzwerk ermöglicht einem vielleicht den Kontakt über 1-2 Ecken rum. Aber wenn es genau für die gewünschte Firma nicht klappt? Bei Xing suchen, ob man einen Kontakt findet, den man anschreiben könnte? Andere Vorschläge?

100 Mio für design-the-time.com

Donnerstag, 15. Februar, 2007

Jetzt wird’s absurd: Die Süddeutsche berichtet über Karl-Heinz Toni, der an einem Businessplan-Wettbewerb der Oxford Uni statt nur des Preisgeldes von £ 5′000 gleich einen Blankoscheck über $ 100 Mio erhalten hat. Seine Idee? Auf der Websites www.design-the-time.com kann jeder seine ganz speziellen Erlebnisse in einem Kalender hinterlegen. So weit so schön… Ein Dollar soll aber dieser Eintrag kosten. Er und sein Partner seien schon auf über 5′000 Erlebnisse gekommen, „wie viele wird dann erst die ganze Internet-Gemeinde zusammenbringen?“ (Zitat Karl-Heinzchen).

Jetzt mal ehrlich, wer bezahlt dafür, einen höchstpersönlichen Eintrag auf einer Website zu platzieren? Wahrscheinlich steht im Businessplan, dass es auf der Welt 6.5 Milliarden Menschen gibt. Und wenn dann schon nur 1 Promille davon 10 Einträge macht, gibt das $ 65 Mio Umsatz. Genial, hmm, warum sind wir da  nicht drauf gekommen? Und dann gibt’s sicher noch eine schöne Community, um den Hype noch etwas anzukurbeln.

BTW: Mehr als die Startseite hat Karl-Heinzchen übrigens noch nicht… Warum auch, im Web 2.0 zählt ja nur das Hirngespinst, sonst nichts.