Verheerende Songtexte?

Wahrscheinlich könnte man einen ganzen Leserbrief-Watchblog führen und tagtäglich Leserbriefe analysieren, die von unterhaltsam bis vollkommen dämlich reichen. Genau aus diesem Grund ist der Perfektionist aber auch ein begeisterter Leserbrief-Leser und wird hier in loser Folge immer wieder ein paar Highlights kommentieren.

Monika R. aus Biglen schreibt in der heutigen Berner Zeitung:

Eine Fortsetzung dieses Berichtes (…) wäre der Song, in dem es heisst: „Du gisch mer alles, was i im Läbe bruuche“. Viele Zuhörer stützen sich auf diese Aussage ab und gehen mit dieser Einstellung eine Beziehung ein. Dabei weiss man aus der seriösen Paarberatung, dass eine solche Beziehung zum Scheitern verurteilt ist, weil niemand einer solchen Erwartung auf die Länge genügen kann. Ob sich die Texter, die Interpreten und die Radiostationen, die solche Aussagen verbreiten, bewusst sind, welch verheerende Wirkung sie damit haben können?

Ich gebe zu, die meisten Songtexte strotzen nicht gerade vor hochstehenden Inhalten, aber die Einschätzung von Monika R. zur Macht von Songs geht dann doch zu weit. Oder sind wir jetzt in unserer Gesellschaft schon bald so weit, dass man Haftungsklagen gegen Songtexter erreichen kann? Ich freue mich schon auf die ersten Sammelklagen gegen irgendwelche MusicStars. Und wenn meine nächste Beziehung in die Brüche geht, verklage ich DRS 3…

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