Directories auf Handynummern-Fang.

Der Kampf um den Kunden im Markt der Telefonauskünfte hat endlich begonnen! Und schon hat der ehemalige Monopolist Swisscom bzw. Directories ein Problem: Erstens hat er es nicht geschafft, die Umstellung von 111 auf 1811 richtig zu kommunizieren und geriet deshalb massiv ins Hintertreffen gegenüber 1818 (BloggingTom, mismo). Und zweitens muss Directories die aufgrund des Monopols auf der letzten Meile erhaltenen Adressdaten neu ihren Mitbewerbern zur Verfügung stellen. Die Dienste sind also punkto Adressqualität kaum mehr voneinander zu unterscheiden…

…ausser natürlich, Directories kommt auf die Idee, ihre Daten zu veredeln! Und genau dies macht sie nun via Blogaufruf, indem sie versucht, alle Kunden von einem Eintrag der Handynummer zu überzeugen. Martin Lüthi, der Leiter Public Relations von Directories, macht das relativ geschickt, indem er das ganze Thema verniedlicht:

Es gibt also fleissig Gelegenheit, das „Geheimnis“ Handy-Nummer zu lüften. Wieso soll dann die Handy-Nummer nicht gleich in den offiziellen Verzeichnissen von Directories eingetragen sein, analog der Fixnet-Nummer?

Firmen, die SPAM versenden benutzen eh das Nummer-Zufallsprinzip, um ihre „Message“ weitläufig und via Computer zu versenden.

Und hier mein Favourite:

Erreichbar sein, wenn… ein Notfall eintritt und die Person, die anrufen will nicht im Besitz Ihrer Handy-Nummer ist (z.B. der Nachbar), eine wichtige Mitteilung Sie erreichen sollte, Sie sind verabredet und Ihr Date hat Verspätung, kann Sie aber nicht erreichen; aber eben, Ihr „Geheimnis“ Handy-Nummer schlummert bei Ihnen.

Härzig, nicht? Ich stelle mir gerade mein Date vor, das den Bus verpasst hat und nun auf 1811 anruft, um meine Handynummer zu erfragen. Aber halt, habe ich nicht zu einem Date soviel Vertrauen, dass ich meine Handynummer schon bei der Terminvereinbarung bekannt gegeben habe? Herr Lüthi, sehen Sie den Unterschied? Ich will sehr wohl erreichbar sein via Handy, aber doch nicht von Krethi und Plethi! Und was kommt als Nächstes? E-Mail-Adressen, Skype-Namen, Blog-URL’s, Foto-Upload? Fehlt nur noch, dass Directories am Schluss zur Schweizer Community wird😉

9 Antworten to “Directories auf Handynummern-Fang.”

  1. Martin Lüthi, Directories Says:

    Nun, ich glaube es ist für alle legitim ein Geschäft auszubauen. Wer tut das nicht?
    Wichtig zu wissen ist aber, dass der Eintrag der Handy-Nummer bei Directories gratis ist. Und wie von mir im Blogbeitrag erwähnt, ist es in den meisten Fällen sinnvoll, wenn auch Handy-Nummern eingetragen sind, mit Betonung auf „sinnvoll“, es ist ja nicht obligatorisch.

    Es ist richtig, dass Directories ihre Adressdaten auch anderen Verzeichnisanbietern zur Verfügung stellt. Die Online-Konkurrenz bedient sich allerdings anderen Quellen.

    Es ist falsch, dass Directories den Auskunfsdienst 1811 anbietet. Dieser Dienst wird ausschliesslich von Swisscom Fixnet angeboten. (Das war beim 111 schon so).

    Richtig wiederum ist, dass Directories ihre Adressdaten veredelt. Das tun wir mindestens so lange wie es Directories schon gibt (seit 1999). Das gehört u.a. zu unserem Kerngeschäft und spricht für die Qualität unserer tagesaktuellen Einträge. Der Adressabfrager schätzt dies sehr, denn alle wollen vollständige Angaben finden! Da ist eine Erweiterung mit zusätlichen Adressangaben wie Sie ihn ansprechen u.U. „sinnvoll“.

  2. perfektionist Says:

    Ich bin mit der Swisscom-Struktur durchaus so weit vertraut, dass ich weiss, dass 1811 von Fixnet betrieben wird, Directories aber doch zu 51% der Swisscom gehört. Heisst das eigentlich, dass ich unter Umständen eine andere Auskunft erhalte, wenn ich directories.ch aufrufe oder aber 1811 anrufe?

    Ach ja und das Date, welches den Bus verpasst hat, sucht sich dann den nächsten Hotspot und surft auf directories.ch😉

  3. Martin Lüthi, Directories Says:

    Die Datenquelle ist die selbe – auch wenn Sie eine andere Sprachauskunft als die 1811 anrufen. – Übrigens gibt’s unsere Verzeichnisse auch auf dem Handy – mobiel.directories.ch.

  4. perfektionist Says:

    Aber die Handynummern gibt’s dann nur online bei directories.ch?

  5. Martin Lüthi, Directories Says:

    Alle Handy-Nummern, die eingetragen sind und zur Veröffentlichung freigegeben werden, erscheinen in sämtlichen Verzeichnissen von Directories und anderen Verzeichnisanbietern, welche die Adressdaten von Directories beziehen. Die Handy-Nummer wird bei Directories automatisch mit einem Werbestern (wünscht keine Werbung) versehen.
    Der Kunde hat die Möglichkeit, seine Handy-Nummer nur partiell in den Verzeichnissen erscheinen zu lassen, siehe unter Verzeichnislisten > http://www.directories.ch/base.aspx?do=content&anu_directories_entry=lst&anm=entry&anu2=lst&pid=nudirlst&language=de

  6. dLay Says:

    so härzig – ein pseudoprofessioneller mit pseudo-kundennaher sprache, der in typischem blogdeutsch auf kundenfang geht – härzig oder lächerlich?

  7. Das grafische Konzept von Directories. « Hier bloggt ein Perfektionist. Says:

    […] grafische Konzept von Directories. Das Swisscom/Publimedia-Joint-Venture Directories ist immer mal wieder für einen Blog gut: Aktuell frage ich mich gerade, ob sie einen neuen […]

  8. oliver Says:

    fgfhgfmh

  9. Hong Says:

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