Blogs: Qualität vs. Quantität

Bis jetzt habe ich mich mit Blogeinträgen eher zurückgehalten und lieber nur 1-2 mal pro Woche einen Beitrag verfasst, zu dem ich mir aber etwas überlegt habe, als einfach immer jeden Gedankensplitter zu posten (logisch, subjektive Einschätzung). Auch habe ich bislang darauf verzichtet, über Blogs, Blogger und Bloggen im Allgemeinen zu schreiben, was aber grundsätzlich in der Blogosphäre immer gut ankäme. Selbstverständlich wird man so zu keinem Alphablogger und die Besucherzahlen dienen als einfache Quittung dieser Einstellung. Die Analyse der Besucherzahlen zeigt natürlich, dass diese bei neuen Posts jeweils 3-5 mal so hoch sind wie an blog-freien Tagen.

Das führt mich zu folgender Hypothese: Wer viel bloggt, hat automatisch mehr Besucher.

Was zuerst etwas gar trivial klingt, hat folgende Implikation: Eigentlich kommt es gar nicht auf die Qualität, sprich die Inhalte, der einzelnen Beiträge drauf an, wichtig ist einfach, dass man viel bloggt.

Eine Antithese könnte sein, dass man mehr motiviert ist zu bloggen, wenn man viele Besucher hat, also ein reziprokes Verhältnis dieser beiden Variablen postulierend.

Schauen wir uns mal die Inhalte eines Alphabloggers an, nämlich den Basic Thinking Blog von Robert Basic: Er bringt es pro Tag locker auf 20-30 Posts, gestern Montag waren es zum Beispiel 23 Einträge. Davon waren aber ganze 18 Posts nur 1-5 Sätze lang, meistens um auf einen anderen Blog, ein Video o.ä. hinzuweisen. Robert, versteh mich nicht falsch, ich meine das überhaupt nicht negativ, es dient lediglich analytischen Zwecken.

Holte sich jetzt Robert mit solchen „Hinweis-Einträgen“ seine 179’000 Unique Visitors im März? Oder waren es seine (rein quantitativ gesprochen) raren ausführlicheren Posts, die mehr als klassische Artikel daherkommen? Ich weiss es nicht… Aber vielleicht braucht ja die heutige Gesellschaft aufgrund der unfassbaren Menge von Informationen solche „Wegweiser“?

Ich werde in den nächsten Tagen mal die Frequenz meiner Beiträge erhöhen und analysieren, ob sich die Besucherzahlen auf einem signifikant höheren Niveau halten lassen. Feedback erwünscht!

3 Antworten to “Blogs: Qualität vs. Quantität”

  1. Roman Says:

    Einen gewissen Zusammenhang zwischen der Quantität der Beiträge und den Besucherzahlen ist sicherlich vorhanden. Ich wage, diesen aber zu relativieren. Wären alle Beiträge bloss kleine Happen ohne wirklichen Mehrwert und würden sich zwischen den kleineren Beiträgen, welche wahrscheinlich weniger Schreib- und Suchaufwand für den Bloggenden verursachen, keine „Perlen“ befinden, würden mit der Zeit auch die Besucher fehlen. Auf die Mischung kommt es an, meine ich.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vorteilhaft sein kann, bei der Eröffnung eines Blogs während einem Jahr recht zügig und oft zu posten, damit man zu einer Stammleserschaft kommt. Aber auch her dürfen ausgereifte Werke nicht fehlen, so man auch in der Sphäre verlinkt wird.

    Danach darf man etwas herunterfahren und weniger, dafür inhaltlich gereiftere und ev. auch aufwändigere Beiträge verfassen. Die Besucherzahlen steigen auch dann noch an.

    Robert hat einfach zu viel Zeit zum Bloggen. Er nimmt sich derart viel Zeit dafür, dass ich oft seine Beiträge als gelesen markiere, weil ich die Zeit nicht habe, sie zu lesen. Oft frage ich mich, welchen Mehrwert die rasch hingeschrieben Beiträge haben sollen. Aber auch dort ist deutlich zu sehen, dass Robert ein paar wirkliche Perlen im Blog hat; die eigentliche Substanz dieses Blogs.

  2. perfektionist Says:

    Versteht mich nicht falsch, ich habe nicht den Anspruch, ähnliche Besucherzahlen wie Robert zu erreichen. Dafür habe ich schlicht auch nicht die Zeit…

    Ich frage mich mehr, was denn die typischen Blogleser eigentlich erwarten? Ich gehe eben davon aus, dass die Mehrzahl der Leser nur Hinweise auf neue und/oder amüsante Web-Inhalte (Websites, Videos, Blogs etc.) will und gar nicht an ausführlicheren und recherchierten Beiträgen interessiert ist.

  3. Pascal Says:

    Robert’s Blog ist Bullshit bzw. der grösste Teil davon. Von seinen Inhalten hat kaum einer einen wirklichen Mehrwert. Das ist bloss Junk-Info. Basic erscheint wichtig, weil viele kleine Blogger sich bei ihm anbiedern und er deshalb immer wieder erwähnt wird.

    Es gibt kaum noch Platz für „Tagebuch-Blogs“, weil das jedes zweite ist. Gut beraten bist du mit einem Nischenblog, der sich auf ein Thema spezialisiert.

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