Soundmedia: Ist teurer Shoppen wirklich smart?

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Soundmedia aus dem schönen Entlebuch kenne ich effektiv noch von sehr viel früher, als sie ganz sexy „B&H Sound Media Versand AG“ hiessen und so ziemlich alle Haushalte der Schweiz mit ihren Katalogen versorgten. Irgendwie parallel mit dem Aufkommen von e-Commerce habe ich aber die Firma aus den Augen verloren, bevor sie mittels Sponsoring von Sendegefässen auf DRS3 und Partnerschaften wie z.B. outnow.ch oder etwas neuer Exsila wieder auf sich aufmerksam machte. Bis anhin sah ich aber eigentlich keine Veranlassung, Soundmedia wieder einmal zu berücksichtigen: Musik lade ich praktisch ausschliesslich bei iTunes hinunter und wenn es doch mal eine physische Scheibe sein muss, ist aufgrund einer persönlichen Bekannt-/Partnerschaft CeDe.ch meine erste Wahl.

Aber gerade deshalb hat es mich gereizt, im Auftrag von Trigami das Soundmedia-Angebot wieder einmal zu durchstöbern. Der erste Kontakt war jedoch alles andere als erfreulich: Web 2.0 setzt zwar wieder vermehrt auf bunte Farben, aber die Homepage von Soundmedia ist mir definitiv zu wild und grell. Mein Auge irrt ziellos umher: Ganz oben hat es eine kleine Navigation mit Warenkorb, Konto, Kontakt und News, unten dran sagt mir ein Kasten, dass es noch CHF 50.00 braucht bis zur nächsten Bonusstufe, rechts davon ein „WOOUW“-Freundschaftswerbung-Schriftzug (den wohl der Lehrling mit Paintbrush gemacht hat), rechts davon die Sprachauswahl (immerhin dreisprachig) und ganz rechts zuckt nervös eine Werbe-Ecke, die geöffnet werden will.
Die horizontale Haupt-Navigation ist soweit verständlich, logisch und übersichtlich; auch wenn ich mich frage, was mich wohl unter „Lifestyle“ erwartet und warum der Button „Musik Download“ nicht bei direkt neben „Musik“ ist? In der linken Spalte geht’s dann weiter mit einer Suchbox und diversen Werbebuttons, Newsletter, Wettbewerb und Specials.
Der Hauptbereich ist unterteilt in „Aktuell“, „Vorbestellungen“ und „Bestseller“ – wobei die eingeblendeten Produkte zufällig ausgewählt werden. Leider verwirrt Soundmedia den Besucher auch hier wieder mit irgendwelchen Icons, mit denen ich auf den ersten Blick nichts anzufangen weiss.

Das optische Chaos zieht sich leider auch durch die Produktepalette durch: Unter „Lifestyle“, so habe ich mittlerweilen entdeckt, erwarten mich T-Shirts, Poster, Schmuck, Heckscheibenaufkleber und vieles mehr. Aber was blinkt denn da links noch? Eine Tinten-Suchmaschine? Was hat denn diese hier verloren? Gehört dies zum Angebot für Besucher, welche „smarter shoppen“ (Soundmedia-Claim) wollen? Ich fühle mich ein bisschen wie in der virtuellen Variante des Sonderschlussverkaufs von Otto’s Warenposten… Nur Rheumadecken habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt – oder gäbe es die unter „Lifestyle“?

Wie schaut es mit den konkreten Angeboten aus? Mich interessiert insbesondere der Musik-Download: Hier hat es ein breites Angebot, jedoch vorwiegend ganze Alben und eher wenig Einzelsongs. Schade, das ist für mich einer der grossen Vorteile vom Musik-Download. Eine gute Idee sind die Countdown-Angebote, wo es eine limitierte Anzahl eines bestimmten Produkts zu wirklich tiefen Preisen gibt. Allerdings geht dies im ganzen Geblinke leider unter…

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Preise, denn irgendwie ist Soundmedia in meinem Unterbewusstsein noch mit dem Attribut „eher teuer“ verknüpft: Den Film „Fluch der Karibik 3“ gibt’s bei Soundmedia und CeDe.ch zum gleichen Preis. Das aktuelle Album von Sophie Ellis Bextor kostet mich allerdings hier CHF 1.00 mehr. Und für das Playstation-Game „Harry Potter: Order Of The Phoenix“ bezahle ich sogar CHF 1.90 mehr.

Da steh ich nun, ich armer Thor. Und bin so klug als wie zuvor. Warum sollte ich jetzt bei Soundmedia etwas kaufen? Aehem… Optisch kein schönes Einkaufserlebnis, chaotisches Produktesortiment und höhere Preise? Thanks, but no thanks!

6 Antworten to “Soundmedia: Ist teurer Shoppen wirklich smart?”

  1. Matthias Says:

    „Aufgrund einer persönlichen Bekannt-/Partnerschaft CeDe.ch“, ist dieser Beitrag wohl nicht als relevant einzustufen.😉 Einige Kritikpunkte sind jedoch sicherlich wertvoll für eine Verbesserung des Onlienshops.

  2. perfektionist Says:

    Stopp, ich wollte nur Transparenz herstellen! Die „Bekannt-/Partnerschaft mit CeDe.ch“ geht zudem nicht so weit, dass ich irgendwelche finanziellen Interessen oder so hätte.

    Die Einschätzung von Design/Layout ist immer sehr subjektiv, klar. Das Produktesortiment kann man m.E. auch ganz objektiv beurteilen und die höheren Preise sind sowieso eine Tatsache.

  3. Matthias Says:

    Ja klar, das Layout ist subjektiv. Beurteilung der höhere Preise resp. der allgemeinen Preispolitik ist anhand zweier Beispiele dahergeholt und entspricht nicht „sowieso der Tatsache“. Kann auch umgekehrt werden: „Baschi fürs Volk“: Soundmedia 18.90, cede.ch: 23.90 oder Wii Game: „Zelda the Twilight Princess“ cede.ch: 98.-, soundmedia.ch: 89.90. Bei der AUssage über den Musikdownload wurde schlecht oder gar nicht recherchiert. Jeder Song ist auch bei den Alben als Einzeldownload verfügbar.

    Konstruktiver Kritik (auch negative) ist sehr wichtig, sollte aber den Tatsachen entsprechen. Die Bezahlung für den Trigamibeitrag hätte in diesem Fall sicherlich sinnvoller eingesetzt werden können.

  4. perfektionist Says:

    Ich gebe gerne zu, dass ich nicht stundenlang „recherchiert“ habe, denn dies war auch gar nicht mein Ziel. Ich habe die Rolle eines normalen Kunden eingenommen, der auch relativ rasch entscheidet, ob ihm ein Online-Shop gefällt oder nicht.

    Deshalb habe ich auch nicht einen vollumfänglichen Preisvergleich gemacht (im Sinne einer Recherche), sondern wie ein normaler Kunde ein paar Produkte angeschaut – notabene Produkte, die von Soundmedia speziell auf der Titelseite promotet werden. Ich habe also nicht speziell nach teureren Produkten gesucht. Das von dir angesprochene Wii-Game gehört zu einem temporären Countdown-Angebot, kann also nicht direkt verglichen werden.

    Das gleiche gilt auch für den Musikdownload: Wenn ich einen einzelnen Song downloaden will und ich nach diversen Klicks noch nicht fündig wurde, gehe ich zur Konkurrenz. Ich habe via Suchfunktion gesucht und habe auf den ersten beiden Seiten ausschliesslich Alben gefunden.

    Ich betone aber hier noch einmal, dass ich neutral und fair an die Rezension heranging und es nicht das Ziel war, einen negativen Bericht zu erstellen!

  5. Matthias Says:

    Es geht nicht um den negativen Bericht! Wie schon gesagt darf er das ja sein, solange er konstruktiv ist. Das Game für 89.90 ist übriges kein Countdown-Angebot. Dieses war für 64.90…

    Wahrscheinlich wurde von einem Perfektionist einfach zuviel erwartet.😉

  6. ottonormalverbraucher Says:

    Es ist ist alles andere als perfektionistisch, wenn man eine Bewertung in der Überschrift und der dazugehörige Beitrag auf einer Aussage („teuer“) aufbaut, welche nicht repräsentativ oder gar perfektionistisch geprüft wurde. Und wenn sie sich, wie in diesem Fall, nicht bewahrheitet, dann verliert der Perfektionist sehr schnell an Glaubwürdigkeit.

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