Archive for the ‘Aktualität’ Category

Schelte für Klaus J. Stöhlker

Montag, 11. Juni, 2007

Wer kennt ihn nicht, den wohl umtriebigsten und berüchtigsten PR-Berater der Schweiz? Klaus J. Stöhlker ist immer gut für pointierte Provokationen, sei es bei Talk-Sendungen, in Interviews oder selbstverständlich auch regelmässig per Blog. Nun ist er aber gemäss persoenlich.com (bzw. TagesAnzeiger) mit seiner Talkshow auf U1 in die Kritik geraten, da er „zahlreiche Kunden seiner PR-Firma als Talkgäste in die U1-Show eingeladen und so Rollen und Interessen vermischt [habe]. Ausserdem hätte die FDP dem bekannten PR-Mann das Beratermandat entzogen.“

Eigentlich doch eine ganz effiziente und in sich geschlossene PR-Maschinerie, oder?

Ist Arbeiten wirklich so schlimm?

Sonntag, 10. Juni, 2007

Unter der Woche, irgendwo in einem Zug: „Seufz, immerhin ist schon Mittwoch, nur noch zwei Tage, dann ist endlich Wochenende!“

Am Freitag-Nachmittag, irgendwo in einem Grossraumbüro: „Noch zwei Stunden, dann ist endlich Feierabend! Wochenende, ich komme!“

Jeden Sonntag-Abend auf DRS3: „Leider neigt sich das Wochenende schon wieder seinem Ende entgegen. Nun ist alles erlaubt, ausser an Montag denken. Zögert mit uns den Wochenbeginn noch ein wenig hinaus!“

etc. etc. etc.

Ist denn Arbeiten wirklich fast für die ganze Bevölkerung negativ, mühsam, anstrengend, langweilig, stressig – und damit etwas, was man möglichst rasch hinter sich bringen muss?

Oder umgekehrt gefragt: Ist denn das Wochenende immer nur so toll, schön, lustig, abwechslungsreich, entspannend – und damit etwas, was man möglichst verlängern muss?

Okay, ich habe das Glück, selbständig zu sein und damit bei der Arbeit in den allermeisten Fällen etwas zu tun, was ich wirklich tun will und das mir Spass macht. Und ich kann mir meine Arbeitszeit unter der Woche ziemlich flexibel einteilen – um z.B. während des Tages Sport zu treiben. Dafür sitze ich aber halt auch mal am Wochenende an den Laptop – ohne gleich frustiert zu sein. Wenn man sich aber landauf, landab ein bisschen umhört, hat man wirklich das Gefühl, zwischen Arbeit und Wochenende klaffe ein riesiger Graben, eine unüberbrückbare Grenze zwischen schlecht/gut und negativ/positiv. Haben diese Leute nie Spass bei der Arbeit? Haben diese Leute nie ein mieses Wochenende?

heute: Sehr professionelle Inserate-Akquisition.

Mittwoch, 6. Juni, 2007

Man darf der kostenlosen Abendzeitung „heute“ durchaus zugestehen, dass sie sich zu einem professionellen Printprodukt entwickelt hat. Über die redaktionelle Qualität oder die Trennung von Redaktion und Werbung darf man zwar geteilter Meinung sein… Leider scheint der Anspruch der Professionalität aber noch nicht ganz bis zur Inserateakquisition durchgedrungen zu sein:

bild-1.png

Ich weiss nicht, ob es bei potentiellen Inserenten einen guten Eindruck macht, wenn der Anzeigeverkauf via kostenlose freewebs.com-Website und gmx-Mailadresse abgewickelt wird? Oder ist das ein bewusstes Understatement, dessen tieferen Sinn ich einfach nicht sehe?

Tamedia kauft Espace Media Groupe

Donnerstag, 24. Mai, 2007

Tamedia hat gerade bekannt gegeben, dass sie 80% der Aktien der Espace Media Groupe (EMG) kauft. Der Kaufpreis beträgt CHF 205 Mio in bar sowie 600’000 Tamedia-Aktien (Schlusskurs gestern: CHF 171.10, also noch einmal über CHF 100 Mio). Dieser Kauf kommt ziemlich überraschend, auch wenn die beiden Häuser schon jetzt zusammen verbandelt waren: Tamedia ist an der Berner Zeitung BZ beteiligt, während EMG an 20 Minuten und der SonntagsZeitung beteiligt ist.

Selbstverständlich ist dieser Deal noch von der Zustimmung der Wettbewerbskommission abhängig, handelt es sich doch um eine Fusion zweier führenden Medienhäuser. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob den strategischen Herausforderungen in der heutigen Medienwelt mit Grösse beizukommen ist oder ob diese sogar kontraproduktiv ist und die dringend nötige Innovation behindert?

Mehr in der Medienmitteilung!

Sarkozy: Sind 53% ein klarer Sieg?

Montag, 7. Mai, 2007

Landauf, landab schreiben die Medien von einem klaren und deutlichen Sieg Sarkozy’s bei den franzöischen Präsidentschaftswahlen. Ich frage mich aber: Sind 53% wirklich so klar bei zwei Kandidaten? Sind 6% wirklich ein deutlicher Unterschied? Ohne mich politisch äussern zu wollen, glaube ich, dass Ségolène Royal weit besser abgeschnitten hat, als es die Medien nun darstellen. Stelle ich mir einen Raum mit 100 Personen vor und bitte 53 Personen nach rechts und 47 Personen nach links, kann ich imho kein deutliche Mehrheit feststellen…