Archive for the ‘Firmen & Produkte’ Category

Citytrip.ch: Mehrwert durch Werbung vernichtet.

Sonntag, 5. August, 2007

Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

citytrip.ch

Citytrip.ch will dem Besucher unabhängige Informationen rund um Städtereisen liefern und ihm die Möglichkeit geben, diese auch einfach online zu buchen. Die Website kommt übersichtlich, frisch und ein bisschen „webzweinullig“ daher. Via Navigation kann man direkt Flüge ab der Schweiz, Süddeutschland und Österreich suchen oder aber die Option „Flugsuche“ benutzen. Erster Eindruck: Eine weitere Flight Search Engine, wie sie reisen.ch, statravel.ch, globetrotter.ch und viele andere auch anbieten. Ich persönlich benütze diese grundsätzlich genau nie, da ich normalerweise weiss, welche Fluggesellschaften in Frage kommen und ich deshalb direkt bei den Fluggesellschaften suche und buche.

Da ich nächsten Montag nach Berlin muss, wähle ich „Flüge ab der Schweiz“, dann „Zürich“ und komme auf eine Seite namens „Billigflüge und Flüge ab Zürich“. Zum Glück ist vertikaler Space gratis, denn es folgt eine (zu) lange Liste mit Destinationen, welche ab Zürich angeflogen werden können. B wie Berlin ist glücklicherweise nicht weit unten und ich erfahre, dass ich mit AirBerlin, dem CityNightLiner oder aber ebookers reisen kann. Betreibt ebookers jetzt auch eine eigene Fluggesellschaft…? Nein, die Betreiber von citytrip.ch setzen lediglich einen Werbelink zu ebookers (konventionelles Affiliate-Programm, schätzungsweise mit reiner Pay-per-Lead-Vergütung). Aha, auch die Links zu AirBerlin und CityNightLine sind reine Affiliate-Links – im Gegensatz zu ebookers sogar solche via die Affiliate-Netzwerke zanox.com, tradedoubler.com bzw. webmasterplan.com.

Nun gut, Geld verdienen ist legitim und soll mich grundsätzlich als Besucher nicht weiter stören. Ich habe jedoch zwei grosse „Aber“ anzufügen: Ein Klick auf die vorgeschlagenen Fluggesellschaften bringt mich genau nur auf deren Suchmaske und die Suche mit Angabe von Start und Ziel beginnt von vorne. Und wo ist nun der Mehrwert für mich? Dass ich von Zürich nach Berlin am günstigsten mit AirBerlin fliege, weiss ich als halbwegs informierter Mensch sowieso. Weitere Alternativen werden mir unterschlagen, da diese wohl kein Partnerprogramm anbieten und so citytrip.ch an einem Klick nichts verdienen würde.

Die anderen Rubriken der Website kommen ebenfalls informativ daher: Man kann sich über die Fluggesellschaften und deren angeflogenen Destinationen informieren und erfährtn worauf man beim Online-Buchen von Hotels achten soll oder wie man eine Städtereise zusammenstellen soll. Ich denke jetzt aber mal, dass diese Informationen hinlänglich bekannt sind und höchstens noch für sehr unerfahrene Internet-Surfer von echtem Nutzen sind. Und auch hier gibt es den Wermuthstropfen, dass sämtliche Links zu den präsentierten Anbietern reine Affiliate-Links sind.

Klar, eventuell sind die von citytrip.ch verlinkten Angebote tatsächlich die besten und alle anderen wurden weggelassen, da sie schlechter und/oder teurer sind. Aber leider bleibt bei mir einfach der fahle Nachgeschmack, dass der wahre Grund im fehlenden Partnerprogramm und damit in der fehlenden Verdienstmöglichkeit für die Betreiber liegt. Und das ist leider für mich persönlich ein absolutes Killerkriterium, wonach ich das Angebot nicht mehr ernst nehmen kann und damit nicht mehr verwenden werde.

Auch Yoda hat einen trigami-Artikel über citytrip.ch verfasst und im Wesentlichen die selben Punkte bemängelt. Ralf Fioretti, der Betreiber von citytrip.ch, verteidigt sich dort in einem Kommentar, dass die Affiliate-Partner künden würde, wenn er auch Non-Partner verlinken würde. Den Besuchern empfiehlt er, bei Google einfach den Namen der Airline einzugeben, auch so finde man die Website der entsprechenden Fluggesellschaft.

Fazit: Citytrip.ch ist gut angedacht und eine Mischung aus Flug-Suchmaske, Link-Liste und Service-Portal. Aufgrund der Basierung auf Affiliate-Links darf aber an der Objektivität der Betreiber und damit am Mehrwert des Angebots gezweifelt werden. Ausserdem werde ich spätestens nach dem zweiten Besuch nicht mehr den Umweg über citytrip.ch machen, sondern direkt bei den verlinkten Angeboten buchen. Ich empfehle den Betreibern, eine wirkliche Service-Seite aufzuziehen, die den Anspruch an Vollständigkeit hat und damit authentisch ist. Ich komme beruflich ursprünglich aus dieser Ecke und weiss, dass die Affiliate-Partner nicht abspringen werden. Dafür wird es citytrip.ch vielleicht gelingen, viele Stammkunden zu gewinnen und dann die Masse der Besuche(r) zu Geld zu machen – und nicht deren Klicks. Oder wie wäre es mit einem spannenden „Billigflug-Blog“, der regelmässig und (Achtung!) objektiv über den Markt berichtet?

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Soundmedia: Ist teurer Shoppen wirklich smart?

Samstag, 9. Juni, 2007

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Soundmedia aus dem schönen Entlebuch kenne ich effektiv noch von sehr viel früher, als sie ganz sexy „B&H Sound Media Versand AG“ hiessen und so ziemlich alle Haushalte der Schweiz mit ihren Katalogen versorgten. Irgendwie parallel mit dem Aufkommen von e-Commerce habe ich aber die Firma aus den Augen verloren, bevor sie mittels Sponsoring von Sendegefässen auf DRS3 und Partnerschaften wie z.B. outnow.ch oder etwas neuer Exsila wieder auf sich aufmerksam machte. Bis anhin sah ich aber eigentlich keine Veranlassung, Soundmedia wieder einmal zu berücksichtigen: Musik lade ich praktisch ausschliesslich bei iTunes hinunter und wenn es doch mal eine physische Scheibe sein muss, ist aufgrund einer persönlichen Bekannt-/Partnerschaft CeDe.ch meine erste Wahl.

Aber gerade deshalb hat es mich gereizt, im Auftrag von Trigami das Soundmedia-Angebot wieder einmal zu durchstöbern. Der erste Kontakt war jedoch alles andere als erfreulich: Web 2.0 setzt zwar wieder vermehrt auf bunte Farben, aber die Homepage von Soundmedia ist mir definitiv zu wild und grell. Mein Auge irrt ziellos umher: Ganz oben hat es eine kleine Navigation mit Warenkorb, Konto, Kontakt und News, unten dran sagt mir ein Kasten, dass es noch CHF 50.00 braucht bis zur nächsten Bonusstufe, rechts davon ein „WOOUW“-Freundschaftswerbung-Schriftzug (den wohl der Lehrling mit Paintbrush gemacht hat), rechts davon die Sprachauswahl (immerhin dreisprachig) und ganz rechts zuckt nervös eine Werbe-Ecke, die geöffnet werden will.
Die horizontale Haupt-Navigation ist soweit verständlich, logisch und übersichtlich; auch wenn ich mich frage, was mich wohl unter „Lifestyle“ erwartet und warum der Button „Musik Download“ nicht bei direkt neben „Musik“ ist? In der linken Spalte geht’s dann weiter mit einer Suchbox und diversen Werbebuttons, Newsletter, Wettbewerb und Specials.
Der Hauptbereich ist unterteilt in „Aktuell“, „Vorbestellungen“ und „Bestseller“ – wobei die eingeblendeten Produkte zufällig ausgewählt werden. Leider verwirrt Soundmedia den Besucher auch hier wieder mit irgendwelchen Icons, mit denen ich auf den ersten Blick nichts anzufangen weiss.

Das optische Chaos zieht sich leider auch durch die Produktepalette durch: Unter „Lifestyle“, so habe ich mittlerweilen entdeckt, erwarten mich T-Shirts, Poster, Schmuck, Heckscheibenaufkleber und vieles mehr. Aber was blinkt denn da links noch? Eine Tinten-Suchmaschine? Was hat denn diese hier verloren? Gehört dies zum Angebot für Besucher, welche „smarter shoppen“ (Soundmedia-Claim) wollen? Ich fühle mich ein bisschen wie in der virtuellen Variante des Sonderschlussverkaufs von Otto’s Warenposten… Nur Rheumadecken habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt – oder gäbe es die unter „Lifestyle“?

Wie schaut es mit den konkreten Angeboten aus? Mich interessiert insbesondere der Musik-Download: Hier hat es ein breites Angebot, jedoch vorwiegend ganze Alben und eher wenig Einzelsongs. Schade, das ist für mich einer der grossen Vorteile vom Musik-Download. Eine gute Idee sind die Countdown-Angebote, wo es eine limitierte Anzahl eines bestimmten Produkts zu wirklich tiefen Preisen gibt. Allerdings geht dies im ganzen Geblinke leider unter…

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Preise, denn irgendwie ist Soundmedia in meinem Unterbewusstsein noch mit dem Attribut „eher teuer“ verknüpft: Den Film „Fluch der Karibik 3“ gibt’s bei Soundmedia und CeDe.ch zum gleichen Preis. Das aktuelle Album von Sophie Ellis Bextor kostet mich allerdings hier CHF 1.00 mehr. Und für das Playstation-Game „Harry Potter: Order Of The Phoenix“ bezahle ich sogar CHF 1.90 mehr.

Da steh ich nun, ich armer Thor. Und bin so klug als wie zuvor. Warum sollte ich jetzt bei Soundmedia etwas kaufen? Aehem… Optisch kein schönes Einkaufserlebnis, chaotisches Produktesortiment und höhere Preise? Thanks, but no thanks!

DRS3: Kritik an Napster Mobile von Swisscom

Dienstag, 5. Juni, 2007

Nicht dass ich der staatliche Rundfunksender DRS3 zu den relevanten Quellen für News im Technology-Umfeld zähle, aber ihre Kritik an Napster Mobile von Swisscom trifft den Nagel auf den Punkt: Warum soll ich mir für CHF 2.50 einen Song im wma-Format auf mein Handy laden, den ich dann nicht mehr weiterverwenden kann? Hier hatte wohl jemand bei der Swisscom noch etwas zuviel Monopol im Blut und den Markt durch die rosarote Brille analysiert…

Nokia E65: Erfahrungsbericht

Samstag, 26. Mai, 2007

Nachdem ich vor 3 Wochen an dieser Stelle gefragt habe, ob mir jemand ein gutes Business-Handy empfehlen kann, welches mit meinem Mac kompatibel ist, bin ich nun seit 2 Wochen Besitzer eines Nokia E65. Ausschlaggebend waren im Endeffekt genau diese beiden Features: Brauchbare Organizer-Applikationen und Mac-Synchronisation. Nachdem ich nun über ein Jahr einen Qtek 9100 (heissen heute HTC) benutzte, hatte ich gewisse Anforderungen an das neue Handy. Ein kleiner Erfahrungsbericht:

Stärken

  • Synchronisation mit dem Mac: Plugin für iSync von Nokia installieren und die Synchronisation funktionierte schon beim ersten Mal – perfekt!
  • Mail-Client: Mails abrufen und senden via IMAP-Server funktioniert schnell und zuverlässig.
  • Internet-Telefonie (Voice-over-IP) über WLAN
  • Symbian Betriebssystem: Ist sehr nahe am Windows Mobile, läuft aber stabiler
  • Bildschirm: Sicher nicht top of class, aber das Aktivmatrix-QVGA-Display mit 16,7 Mio. Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixel macht Spass.
  • Design: Schlicht, aber irgendwie elegant und edel

Schwächen

  • Geschwindigkeit: Die Navigation zwischen einzelnen Applikationen ist schlicht zu langsam für heutige Standards.
  • Tastatur: Sieht zwar stylisch aus, aber der Tastendruck wird nur genau in der Mitte registriert, was beim SMS-Schreiben z.T. mühsam wird. Ausserdem vermisse ich die volle Qwertz-Tastatur des Qtek’s beim Schreiben von SMS und E-Mails.

Summa summarum bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl, da es schlussendlich genau dem entspricht, was ich gesucht habe: Ein Handy mit nützlichem Organizer, ohne gleich einen halben Laptop mitherumtragen zu müssen.

Schild Mode: 9 Tage Zahlungsfrist.

Dienstag, 22. Mai, 2007

Ich bin ein regelmässiger Kunde des Modehauses Schild, welches seinen Kunden seit Kurzem ermöglicht, die Kundenkarte auch als Kreditkarte zu verwenden. Ohne dies wirklich zu brauchen, habe ich bei meinem letzten Einkauf von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, um eben genau diesen neuen Service mal zu testen.

Heute habe ich nun die Monatsabrechnung erhalten: Datiert per 08.05.07 hat die Rechnung sagenhafte 14 Tage gebraucht, um den Weg in meinen Briefkasten zu finden. Okay, es war noch Auffahrt und die Post ist nicht immer die schnellste, aber diese Rechnung lag definitiv noch bei Schild bzw. deren Druckerei rum. Mehr stört mich hingegen der Zahlungstermin: 31.05.07! Ich habe also genau 9 Tage, um diese Rechnung zu bezahlen. Klar, die Zahlungsmoral nimmt auch in der Schweiz ab, weshalb immer mehr Firmen von den ursprünglich gebräuchlichen 30 Tagen abweichen. Aber zuerst den Brief fast 2 Wochen liegen lassen und dann noch auf eine schnelle Zahlung pochen – meine lieben Schild-Bürger, das geht nicht!