Reto Burrell ist ein Exsilaner.

Freitag, 27. Juli, 2007

Ich bin total überzeugt von der Schweizer Tauschbörse Exsila und tausche dort regelmässig DVDs und ab und zu auch CDs. Nicht schlecht gestaunt habe ich allerdings, als ich heute ein Couvert im Briefkasten habe mit dem Absender „Reto Burrell“. Der Schweizer Musiker ist tatsächlich Exsilaner und mit über 100 Tauschgeschäften erst noch ein sehr aktiver:

retoburrell

Prakti-Tanten bei der NZZ.

Donnerstag, 26. Juli, 2007

Offenbar wird bei nzz-campus.ch demnächst auch der Praktikant Miroslav zu bloggen beginnen. Oder wohl eher eine Prakti-Tante?

nzzcampus

Hinweis an die NZZ (bzw. ihren Blog-Partner Kaywa): Die neue, noch zu testende Blogkategorie in der Hauptnavigation nicht anzeigen zu lassen, reicht leider nicht – im RSS-Feed sollte die Kategorie auch noch deaktiviert werden 😉

Ich bin auch ein Reisebüro.

Donnerstag, 26. Juli, 2007

Wahrscheinlich hat sich der Gesetzgeber etwas überlegt, als er zwischen juristischen und natürlichen Firmen unterschieden hat. Offenbar kann der Autovermieter Hertz diese Überlegung nicht nachvollziehen und fragt mich deshalb bei der Reservierung: „Sind sie ein Reisebüro?“

Hertz

Andere halten sich für die Wiedergeburt von Caesar oder Napoleon, vielleicht gibt es ja Hertz-Kunden, welche sich für ein Reisebüro halten? Gibt es dafür einen Fachbegriff in der Psychologie?

Nostalgie dank Standbild-TV

Donnerstag, 12. Juli, 2007

Als gebürtiger Solothurner bin ich quasi mit Intro TV (sorry, gibt leider keine Website mehr) aufgewachsen, dem regionalen Standbild-Fernsehen, welches zuverlässig über sämtliche Generalversammlungen der Kaninchenzüchtervereine aus der Umgebung berichtete. Überraschenderweise hatte dann leider dieses Konzept keine Zukunft (nebst der Technik war auch das Management schuld…), so dass Standbild-Fernsehen in meiner Wahrnehmung eigentlich nicht mehr existierte.

Da ich aber derzeit im WK in Reiden stationiert bin, habe ich das Vergnügen, den Kanal „Oberwiggertal“ zu empfangen, was mich doch ganz schön in Nostalgie schwelgen lässt:

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Der Unterschied zwischen Blogs und Pornos?

Mittwoch, 11. Juli, 2007

Im Digitalk 29 vom Tagi diskutieren Roger Zedi und Matthias Schüssler mit Peter Hogenkamp von Blogwerk.com und Remo Uherek von Trigami über Paid Blogging und generell über kostenpflichtige Inhalte im Internet. Peter meint, dass der Internetnutzer nicht für Inhalte zahlen will, da meistens ein ähnlicher Inhalt irgendwo im Netz kostenlos zur Verfügung steht. Seines Erachtens kann man nur exklusiven Content, der aber trotzdem viele Leute interessiert, im Internet kostenpflichtig anbieten. Deshalb zahlen die Internetnutzer „nur für das Wall Street Journal und für Porno“.

Soweit so gut, dieser Aussage stimme ich zu. Leider ist damit die Geschichte noch nicht zu Ende gedacht: Porno gab es eben noch nie wirklich gratis*, das Anbieten desselben war immer ein (notabene sehr lukratives) Business. Ganz anders die Blogs, welche als Vorläufer des Mitmach-Webs (sorry, dieser peinliche Ausdruck musste wieder mal sein), geradezu die Demokratisierung der Medien und damit von redaktionellem Inhalt zum Ziel haben – und genau deshalb ihr finanzielles Grab geschaufelt haben. Ich rede hier nicht von verkappten Tagebüchern, wo einsame Menschen ihre täglichen Sorgen bloggen. Aber Blogs wie Blogwerk machen mit ihrem hochwertigen Content (Kompliment an dieser Stelle), der kostenlos verfügbar gemacht wird, ihren eigenen Markt kaputt. Auch traditionelle Zeitungen bieten immer mehr Content gratis an; diese sehen das aber als Verkaufsförderungsmassnahme und ihren Internetauftritt (vielleicht fälschlicherweise) nicht als Einnahmequelle.

In Analogie zu Friedrich Dürrenmatt’s Bonmot „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden“ müssen wir vielleicht schlussfolgern: Was irgendwo im Internet kostenlos verfügbar ist, kann nirgendwo mehr kostenpflichtig angeboten werden!

*) Experten mögen mich korrigieren 😉